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Zecken und Zeckenimpfung: So schützen Sie sich

Zeckenbiss, Zeckenimpfung oder Zecke entfernen – rund um diese kleinen Parasiten gibt es viele Fragen. Wer draussen unterwegs ist, sollte sich mit Impfung, Schutz und richtiger Zeckenentfernung auskennen. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu Zecken und Zeckenstichen.

Die Schweiz gilt als Zeckenland: Nahezu die ganze Bevölkerung lebt in einem Risikogebiet – besonders für die durch Zecken übertragenen Krankheiten FSME und Borreliose. Umso wichtiger ist es, die wichtigsten Fakten zu kennen: Wann ist eine Zeckenimpfung sinnvoll? Wie entfernt man eine Zecke richtig? Und wie schützt man seine Familie vor Zecken?

Ob Zeckenimpfung, Zeckenbiss bei Kindern oder Schutz für Hund und Katze: In diesem Überblick erfahren Sie, was wichtig ist und wie man gefährliche Symptome erkennt.

Zeckenimpfung: Überblick

Die Zeckensaison dauert meist von März bis Oktober, kann sich bei mildem Wetter aber verlängern. Die Zeckenimpfung schützt vor FSME und wird vom BAG (Bundesamt für Gesundheit) für alle empfohlen, die in einem Risikogebiet leben oder sich häufig dort aufhalten. In der Schweiz gilt dies für fast alle Kantone – nur das Tessin zählt nicht dazu.

Die Kosten der Impfung werden von der Grundversicherung übernommen. Eine Auffrischung ist alle 10 Jahre empfohlen, bei älteren Personen oder Risikogruppen bereits nach 3–5 Jahren. Auch Kinder ab einem Jahr können geimpft werden – idealerweise vor Beginn der Zeckensaison.

Gefahren durch Zeckenstiche

Zecken können zwei ernstzunehmende Krankheiten übertragen: die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Borreliose. FSME wird durch Viren ausgelöst und kann eine Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute verursachen. Gegen FSME schützt die Zeckenimpfung, die in der Schweiz für fast alle Regionen empfohlen wird. FSME beginnt oft mit grippeähnlichen Symptomen. Wer nach einem Zeckenbiss Fieber, starke Kopfschmerzen oder neurologische Beschwerden bemerkt, sollte sofort eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

Borreliose hingegen wird durch Bakterien übertragen. Eine Impfung gibt es hier nicht – sie muss mit Antibiotika behandelt werden. Typisch ist eine kreisförmige Rötung rund um die Einstichstelle, die sogenannte Wanderröte. Wird eine Borreliose nicht rechtzeitig erkannt, kann sie langfristige Beschwerden wie Gelenkschmerzen, Hautprobleme oder Nervenschäden verursachen.

Auch bei ungewöhnlichen Reaktionen oder Nebenwirkungen nach einem Zeckenstich – etwa Schwellungen, Rötungen oder anhaltendem Unwohlsein – gilt: Lieber einmal zu viel abklären lassen als zu wenig.

Zecke richtig entfernen

Wichtig ist, die Zecke schnell zu entfernen. Verwenden Sie dafür eine feine Pinzette oder eine spezielle Zeckenzange. Drehen Sie die Zecke nicht, da dadurch der Kopf abbrechen kann. Behandeln Sie sie auch nicht mit Öl, Klebstoff oder anderen Hausmitteln, da dies die Zecke reizt und die Übertragung von Krankheitserregern fördern kann. Die Zecke sollte möglichst nah an der Haut gefasst und gerade herausgezogen werden.

Zeckenschutz für Kinder

Kinder sind besonders gefährdet, da sie oft im Gras oder Wald spielen. Tragen Sie auf freie Hautstellen ein Repellent auf und achten Sie auf geschlossene Kleidung. Hosen in die Socken stecken hilft, Zeckenbisse zu vermeiden. Nach jedem Tag in der Natur sollte der Körper gründlich abgesucht werden – insbesondere Kniekehlen, Hals und Haaransatz.

Achtung: Zecken können in der Toilette überleben – deshalb nicht herunterspülen, sondern zerdrücken oder in einem fest verschlossenen Behälter entsorgen.

Zecken bei Haustieren

Zecken leben nicht nur im Wald – Zeckenstiche passieren auch im eigenen Garten. Haustiere wie Hunde und Katzen stellen zudem ein unterschätztes Risiko dar, da sie unbemerkt Zecken ins Haus bringen, die auf Menschen übergehen können.

Um Tiere und Menschen zu schützen, gibt es verschiedene vorbeugende Mittel. Für Hunde eignen sich unter anderem Spot-On-Präparate, Zeckenhalsbänder oder spezielle Kautabletten. Auch für Katzen stehen wirksame Zeckenschutzmittel zur Verfügung. Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt kann das passende Mittel empfehlen.